Zurück bei meinen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern

Es ist bald zwölf Jahre her, seit ich zwölf Monate in der Reha in Bellikon verbrachte. Jetzt durfte ich in Bellikon über meinen Weg und meine Athletenkarriere sprechen. Ich traf dabei zahlreiche Menschen, denen ich mein heutiges Leben verdanke. Was für ein Wiedersehen!

In Richtung Bellikon. Frühmorgens näherte ich mich der Klinik. Und sofort war ich zurück im Jahr 2015, als ich vom USZ in die Reha verlegt wurde. Alles mit ungewissem Ausgang, alles ein ziemliches Experiment. Umso emotionaler war es, nun auf dem Besucherparkplatz in Bellikon einzuparken. Ich hatte nicht nur meine Präsentation im Gepäck, sondern auch viele Erinnerungen.

Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. Mein Vortrag war als Fortbildung für das Physiotherapeuten-Team der Klinik gedacht. Organisiert hatte ihn meine damalige Physiotherapeutin Christine Rüegg, mit der ich bis heute in Kontakt bin. Einige der Zuhörerinnen und Zuhörer kannte ich noch aus meiner Zeit als Patient. Es war sehr emotional, sie nach all den Jahren wieder zu sehen. Sie alle haben mir unendlich geholfen: Mit ihrem Einsatz ebenso wie mit ihrem Glauben an mich. Dafür bin ich ihnen heute noch genauso dankbar wie damals.

Erfahrungsaustausch. In Vortrag ging es nicht nur um meinen Weg zurück in ein erfülltes Leben, sondern auch um den gegenseitigen Erfahrungsaustausch: Was leistet meine Narbenhaut? Wie viel Beweglichkeit hält sie aus? Was sind die Perspektiven? Welche Bedeutung haben Resilienz und innere Stärke?  Mein Wiedersehen mit Bellikon ist auch ein Blick nach vorne: Künftig möchte ich meine Langzeiterfahrungen als Schwerbrandverletzter noch stärker ins Gesundheitswesen einbringen und den Austausch mit Fachpersonen fördern, die Betroffene auf ihrem Weg begleiten. Ich nenne es "Projekt Hautnah".

Von Bellikon zum Triathlon-Start in Roth: Meine Patientengeschichte stiess auf reges Interesse.

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