Was Medienanfragen für mich bedeuten. Ein paar Gedanken.
Eine Brandkatastrophe ist unvorstellbar schlimm. Irgendwann richten sich die Blicke der Medien auf Menschen, die so etwas erlebt und überlebt haben. In den letzten Tagen haben mich viele Medienanfragen erreicht. Was nach aussen oft selbstverständlich wirkt, ist für mich ein sehr achtsamer und intensiver Prozess. Denn jede Anfrage wirft Fragen auf: Wie viel Energie habe ich im Moment? Wie tief kann und möchte ich erzählen? Welche Plattform fühlt sich für mich sicher an? Wo kann ich Mut machen, ohne mich selbst zu überfordern?
All diese Entscheidungen treffe ich nicht allein. Schritt für Schritt, im gemeinsamen Austausch. Bisher habe ich mich für ein Interview im Tages-Anzeiger, bei “Gredig direkt” von SRF sowie für Gespräche mit der Süddeutschen und dem Standard in Österreich entschieden. Weitere Anfragen – unter anderem vom deutschen Fernsehen – habe ich bewusst abgelehnt. Nicht aus Ablehnung gegenüber den Medien, sondern aus Verantwortung mir selbst gegenüber. Denn die zentrale Frage bleibt immer dieselbe: Wie kann ich Hoffnung geben, ohne mich dabei zu verlieren? Wie kann ich zeigen, dass ich dank des Sports ein erfülltes Leben gefunden habe – ohne dass meine Geschichte mich definiert?
Öffentlichkeitsarbeit in solchen Situationen ist ein schmaler Grat. Es gibt kein richtig oder falsch. Aber es gibt Vertrauen, Grenzen und Zeit. Und genau die nehme ich mir – und so werden wir auch weiterhin agieren.